AUSTROCKNUNG VON NEUBAUTEN
Unter Austrocknung von Neubauten versteht man die Entfernung des Überschusswassers, das in den verschiedenen Materialien der Neubauten zu finden ist und das entfernt werden muss, bevor das Gebäude bezogen wird, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Die Herstellung von Beton und Mörtel geschieht unter Verwendung großer Wassermengen. Auch vorgefertigte Bauelemente aus Ziegel, Gasbeton oder Schlackenbeton (Leca) enthalten oft beträchtliche Wassermengen.
Der Prozessverlauf einer Austrocknung ist oft der, dass der Kondenstrockner kontinuierlich in Betrieb ist und die relative Feuchtigkeit senkt, während sich die Lufttemperatur als ein Gleichgewicht zwischen der Wärmezufuhr vom Entfeuchtungsgerät und dem Wärmeverlust des Gebäudes, in Relation zur jeweiligen Außentemperatur, einstellt. Wenn die relative Feuchte fällt, findet eine weitere Verdampfung des Wassers aus den Baumaterialien statt. Die Intensität dieser Verdampfung hängt von der Raumtemperatur, den Materialien und der Luftfeuchtigkeit ab. Es entsteht aber in allen Fällen ein Gleichgewicht mit verhältnismäßig stabiler Feuchtigkeit und Temperatur.
Eine Beschleunigung des Austrocknungsprozesses insbesondere in Neubauten kann gewisse Risiken beinhalten, da eine sogenannte Schalentrocknung entstehen kann. Dies passiert dann, wenn durch Einsatz von Heizkanonen und / oder Adsorptionstrocknern versucht wird, Zeit zu gewinnen. Es trocknet nur die Oberfläche aus, während sich tief im Mauerwerk noch viel Feuchtigkeit befindet. Bei der Schalentrocknung besteht die Gefahr von Rissen in den Materialien, und die Austrocknungszeit wird verlängert, da es für die Feuchtigkeit schwieriger ist, die ausgetrocknete Schale zupassieren.
Es ist im übrigen festgestellt worden, dass Kondenstrockner auch Terpentindampf kondensieren, und somit auch zur Austrocknung von Malerarbeiten bestens eingesetzt werden können.
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BAU-UND ESTRICHTROCKNUNG
1) Generelle Problemstellung
Bei der Erstellung eines neuen Bauwerkes werden sehr große Mengen Wasser verarbeitet. Vor allem in Estrichen, aber auch in Putz und Mauerwerk. Hinzu kommen Feuchtebelastungen durch ungünstige Witterungsbedingungen oder gar Wassereinbrüche während der Rohbauphase.
Nachfolgenden Gewerken, wie Bodenlegern und Malern, ist es nicht möglich feuchte Oberflächen zu bearbeiten. Sie benötigen zur Verlegung des Bodens oder für Anstricharbeiten trockene Oberflächen.
2) Feuchte in Estrich, Putz und Mauerwerk
Die intensivste Trocknung benötigt der Estrich. Soll etwa Parkettboden verlegt werden, kann eine Nichtbeachtung des korrekten Feuchtewertes des Estrichs zu starken Schäden am Parkett führen: Das Holz saugt die Feuchtigkeit aus dem Estrich und verformt sich. Eine komplette Erneuerung des Parkettbodens ist in solchen Fällen meist unvermeidlich.
Aber auch bei Teppich- oder Laminatböden kann es zu Schäden kommen, wenn dieser auf einem zu feuchten Estrich verlegt wird. Die Böden können sich lösen und es kann zu einer extrem gesundheitsschädigenden Schimmelbildung kommen.
Bei Putz und Mauerwerk ist die gebundene Wassermenge deutlich niedriger als bei Estrichen, so dass deren Austrocknung meist deutlich schneller erfolgt.
3) Möglichkeiten der Trocknung
a) Gezielte Entfeuchtung mit Hilfe von Kondensationstrocknern
Bei dieser heute am weitesten verbreiteten Trocknungsmethode, wird der Raumluft mit Hilfe von Trocknungsgeräten Feuchtigkeit entzogen. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sinkt und zieht somit Feuchtigkeit aus Wand und Bodenflächen. Das anfallende Kondensat wird mit Eimern aufgefangen oder direkt abgeführt.
Anmerkung: Die physikalische Erklärung dafür ist, dass Materie mit einem höheren Feuchtegehalt einen höheren Druck hat. Da Drücke immer bestrebt sind sich auszugleichen, erfolgt hier dieser Druckausgleich zwischen den feuchten Wand- und Bodenmaterialien (hoher Druck) und der trockenen Luft (niedriger Druck).
b) Beheizung
Bei der Beheizung wird die Raumluft stark erwärmt. Warme Luft kann deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft, d.h. durch die Erwärmung sinkt die relative Luftfeuchtigkeit rapide. Die physikalische Ursache der Trocknung ist also gleich wie bei der Luftentfeuchtung. Da aber auch die Feuchtekapazität der warmen Luft beschränkt ist, müssen die Räume gelüftet werden, um einen regelmäßigen Luftaustausch zu gewährleisten.
4) Kostenvergleich Kondensationstrocknung / Beheizung
Die Kondenstrocknung zur Neubautrocknung einzusetzen, hat sich aufgrund des wesentlich niedrigeren Energieaufwandes gegenüber der Trocknung durch Beheizung durchgesetzt. Er beträgt nur ca. 10%. Dies schafft deutliche Kalkulationsvorteile und schont die Umwelt. Weiterhin laufen Entfeuchtungsgeräte völlig wartungsfrei, mit Hilfe von Pumpen ist sogar die Kondensatentsorgung kein Thema mehr. Es müssen keine schweren Gasflaschen ausgetauscht werden und kein Heizöl nachgefüllt werden.
Durch die Technik der Adsorptionstrocknung (dazu unten mehr) läßt sich die Trocknung durch Entfeuchtungsgeräte auch bei Temperaturen bis zu -20°C einsetzen.
5) Geräte zur Entfeuchtung
Mobile Kondensationstrockner (Bautentrockner) arbeiten nach dem Kondensationsprinzip mit Wärmerückgewinnung. Die Geräte verfügen im wesentlichen über einen Kältekreislauf (Kompressor, Verdampfer, Kondensator) und einen Ventilator. Die Raumluft wird am Verdampfer stark abgekühlt, das dabei anfallende Kondensat wird aufgefangen und abgeführt. Die kalte Luft wird danach über den warmen Kondensator geführt und erwärmt. Somit wird die Raumluft kontinuierlich entfeuchtet und leicht erwärmt.
Bautentrockner sind sehr mobil, um einen einfachen Aufbau zu gewährleisten und die Möglichkeit zu bieten, die Geräte umzustellen, falls sie einmal im Wege stehen sollten. Wichtig ist, das die Geräte äußerst robust verarbeitet sind, denn gerade auf Baustellen wird mit den Geräten nicht immer zimperlich umgegangen.
Die zur Neubautrocknung gängigsten Größen haben einen Kraftbedarf von ca. 0,7 1,5 kW und einen 230V-Anschluß. Die maximale Entfeuchtungsleistung dieser Gerätegrößen beträgt ca. 30- 80 Liter/Tag. Der Arbeitsbereich liegt bei ca. 5°C - 35°C.
Ein anderes Entfeuchtungsprinzip ist die Adsorptionstrocknung. Hierbei wird die Feuchtigkeit in einem rotierenden, mit Silikagel beschichteten, Aluminiumrad gebunden (adsorbiert) und dann mittels einer eingebauten Heizung wieder freigegeben. Vorteil dieses Prinzips ist der deutlich größere Arbeitsbereich (-20° bis +30°C). Nachteile sind die etwas komplizierte Handhabung und der höhere Kraftbedarf gegenüber Kondensationstrocknern.
Da die austretende Luft bei Adsorptionstrocknern sehr trocken ist ( mitunter < 1 % r.F.), kann es bei unsachgemäßen Einsatz zu Schädigungen, besonders von Estrichen, kommen, da die Trocknung zu schnell erfolgt.
6) Restbaufeuchte
In jedem Neubau ist die Feuchtebelastung höher als in älteren Bauten, da die meisten Baustoffe die gebundene Feuchtigkeit sehr langsam abgeben. Hinzu kommt, daß aufgrund der Wärmeschutzverordnung die Neubauten wesentlich dichter sind als früher und somit keine Feuchtigkeit nach Außen entweichen kann. Viele Bauherren oder Mieter beklagen sich über diese Restfeuchte und sehen in ihr einen Anlass zu Reklamationen. Diese sind zwar nachvollziehbar, aber aufgrund der oben beschriebenen Begebenheiten nicht berechtigt.
Abhilfe schafft hier stoßweises Lüften (mind. 5 mal am Tag ca. 5 bis 10 Minuten) oder der vorübergehende Einsatz eines Kondensationstrockners.
7) Kondensationsfeuchte
Besonders in heißen Sommern tritt in Kellerräumen verstärkt das Problem der Kondensation auf. Warme Außenluft wird in den Kellerräumen stark abgekühlt, wenn die Wand- und Bodenflächen dann noch besonders kühl sind kondensiert die Luft sofort, teilweise in solchen Ausmaßen, dass sich Pfützen bilden können.
In Neubauten tritt dieses Problem besonders häufig auf, da meist noch Restfeuchte vorhanden ist und die Keller noch besonders kühl sind, vor allen wenn der Rohbau in der kalten Jahreszeit erfolgte. Durch die guten Dämmeigenschaften bleibt die Kälte bis weit in den Sommer hinein gespeichert. Besonders anfällig sind auch Häuser auf Lehmboden, da dieser sich nur sehr langsam erwärmt.
8)Temperaturen bei der Bautrocknung
Spätestens bei Temperaturen unterhalb 10 °C sollte bei der Bautrocknung zusätzlich geheizt werden, weil sich bei diesen Klimaverhältnissen kaum noch Feuchtigkeit in der Luft binden kann.
Je höher die Raumtemperatur, desto kürzer die Trocknungszeiten.
Werden Trockner in Kombination mit Heizern eingesetzt, muss darauf geachtet werden, dass der Heizer nicht in der Nähe des Trockners steht. Ansonsten würde der Trockner die warme, trockene Luft ansaugen. Die Folge wäre, dass im Wärmetauscher des Entfeuchters praktisch keine Kondensation mehr stattfinden könnte und die Entfeuchtungsleistung drastisch sinken würde. Den großen Einfluss der Temperatur (und natürlich der relativen Feuchte) auf das Austrocknungsverhalten von Estrichen verdeutlicht die nebenstehende Grafik.
Bei einzelnen Räumen bis zu Flächen eines Einfamilienhauses empfiehlt sich aus praktischen Gründen die Beheizung mittels Elektroheizern. Denn Elektroheizgebläse verbrauchen im Gegensatz zu direkt gefeuerten Gas-/Ölheizkanonen keinen Sauerstoff und produzieren keinerlei Verbrennungsabgase.
Unabhängig von diesen Vorteilen sollten Sie zur Bauaustrocknung generell niemals direkte Öl- oder Gasheizkanonen verwenden!
Denn direkt gefeuerte Heizkanonen eignen sich ausschließlich zur Beheizung gut gelüfteter Räume. Dieses Heizverfahren ist jedoch völlig ungeeignet zur Temperaturerhöhung bei Trocknungsprozessen, denn bei der Verbrennung von 1 kg Propan werden jeweils 1,65 kg Wasser erzeugt! Der Bau würde so schlimmstenfalls feuchter als vorher. Deshalb: Zur Bauaustrocknung niemals direkte Öl- oder Gasheizkanonen verwenden!
9) Kombinationstrocknung
Durch die neuen Fußbodenwärmedämmmaterialien (gebundenes Styroporgranulat) ist ein neues Problem entstanden. Normalerweise ist eine natürliche Trocknungszeit von ca. 5 Wochen zu veranschlagen bis der Estrich verlegt werden kann.
Hier ist die Fa. TTA wieder einen Schritt voraus! Nach dem Verlegen der Wärmedämmung wird nach einigen Tagen der Estrich eingebracht. Anschließend wird im Zuge der Neubautrocknung mittels Seitenkanalverdichter (nähere Informationen folgen) die Restfeuchte aus der Dämmschicht entfernt. Mit diesem System werden Fertigstellungstermine eingehalten und enorm verkürzt.
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Flachdach-Dämmschicht-Trocknung
Im Rahmen der Vielzahl möglicher Bauschäden verkörpern Feuchtigkeitsschäden, insbesondere im Flachdachbereich aufgrund der Häufigkeit ihres Auftretens und der unterschiedlichen Ausprägung einen besonderen Stellenwert. Das enorme Potential auftretender Feuchteschäden stellt für Privatleute, Unternehmer sowie für Versicherungen eine zusätzliche jährliche Belastung in Milliardenhöhe dar.
Ursachen von Feuchtigkeit in Flachdächern aufzuzeigen, Zusammenhänge und somit Folgeerscheinungen zu verdeutlichen, ist das Anliegen nachstehender Ausführungen. Gleichsam werden Wege aufgezeigt, welche Sanierungsmöglichkeiten anzuwenden sind. Im Mittelpunkt steht dabei das TTA-Technische-Flachdach-Trocknungssystem, das in sämtlichen Punkten ausführlich besprochen wird. Insbesondere wird veranschaulicht, wie durch den Einsatz der TTA-Trocknungstechnik unter dem Aspekt der Schadensminimierung die Kosten einer Flachdachsanierung erheblich reduziert werden können.
Zusätzliche Kapitel aus den Gebieten der Bauphysik und der Bauchemie sollen auf leicht verständliche Art und Weise das Wissen um die chemischen und physikalischen Vorgänge nach eingetretenen Feuchtigkeitsschäden vergrößern und von der Notwendigkeit der TTA- technischen- Austrocknung überzeugen.
Wir hoffen, dem Benutzer dieses technischen Leitfadens einen Ratgeber an die Hand gegeben zu haben, der es ihm ermöglicht, den Anforderungen, welche das TTA- Flachdach-System an seinen Anwender stellt, jederzeit gerecht zu werden.
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Das TTA-Estrich-Dämmschicht-Hohlraum-Trocknungssystem
3.1. Das Grundprinzip
Mittels des TTA-Überdruckaggregats wird trockene, warme Luft in der Größenordnung von 4,6 Kubikmeter/min. in den Dämmschichtbereich des Estrichaufbaus eingeflutet. Die eingebrachte trockene warme Luft reichert sich dort mit der vorhandenen Feuchtigkeit an und gelangt über die Randstreifen (Dehnfugen) in den Raum. Ein gleichzeitig im Raum befindlicher TTA-Kondenstrockner (Luftentfeuchter) sorgt nun dafür, dass die aus dem Dämmschichtbereich über die Randstreifen eindringende Luft permanent entfeuchtet wird und somit dem Überdruckaggregat stets trockene warme Luft zur Einflutung zur Verfügung steht. Beim TTA-Kondenstrockner, der wohl geeignetsten Art der Luftentfeuchtung, wird die Luft an einem Kühler vorbeigeführt. Durch Abkühlung wird ein Teil der Raumfeuchte abgegeben, die dann als Wasser in einen entsprechenden Behälter abgeleitet werden muß. Nach dem Wärmepumpenprinzip über den Wärmetauscher der Kühlmaschine und den Kompressor wird nacherwärmte, etwa 1-2 Grad über der Raumtemperatur liegende Luft wieder in den Raum geblasen. Kühlung der Luft mit Wasserausscheidung und nachfolgender Erwärmung. Die vom Ventilator angesaugte feuchte Raumluft wird über den Verdampfer geführt, dabei abgekühlt und durch Taupunktunterschreitung entfeuchtet. Anschließend wird die Luft über einen Kondensator geführt und dabei erwärmt.
Für alle diejenigen Bereiche, in denen auf die Verwendung von Dämmschichtmaterialien verzichtet wird (z.B. Verbund-Estrich, Mauerwerke etc.) findet der Einsatz einer Überdruckaggregates keine Verwendung; es wird lediglich auf die Installation von TTA- Kondenstrocknern in den betroffenen Räumlichkeiten zurückgegriffen.
Durch den Einsatz von TTA- Umluftventilatoren wird die Trocknung positiv beeinflusst. Eine optimale Raumluftbewegung, die somit entsteht, sorgt für kürzere Austrocknungszeiten.
3.2 Besonderheiten und Vorzüge des Systems
3.2.1 Trocknung bei Räumen ohne Oberbelag
Kernlochbohrungen, um die trockene Luft in den Dämmschichtbereich einbringen zu können, werden bei Räumen bis zu 25 qm ohne Oberbelag immer in der Mitte des Raumes angebracht. Bei quadratischen Räumen genügt eine Bohrung, bei rechteckigen werden zwei Bohrungen zu je einem Drittel in der Länge des Raumes gesetzt.
3.3 Auslagerungsmöglichkeit
Um im Wohn- bzw. Geschäftsbereich keine störenden Laufgeräusche zu verursachen, können TTA- Überdruckanlagen und Kondenstrockener in unter- oder übergeordnete ausgelagert werden, d.h. TTA- Überdruckanlagen müssen nicht zwingend in unmittelbarer Nähe des Schadensortes stehen, sondern können in weiter Entfernung, z.B. in Heizungsräumen, Kellerräumen, Aufzugsschächten etc. aufgestellt werden. Somit ist gewährleistet, dass Wohnflächen oder auch Arbeitsflächen tatsächlich bewohn- bzw. benutzbar bleiben.
Es ist grundsätzlich so vorzugehen, dass die Tür des benutzten Auslagerungsraumes geschlossen wird. Die verwendeten Schläuche müssen bei einem Fenster hinaus und bei einem bestmöglichen wieder in das Gebäude hineingelegt werden.
In den Fällen, in denen eine Auslagerungsmöglichkeit in Ermangelung geeigneter Räumlichkeiten nicht gegeben ist, bietet sich an, die Überdruckanlagen innerhalb der Wohnung in untergeordnete Zimmer unterzubringen.
Zu den ausgelagerten Überdruckanlagen muß immer ein Kondenstrockner (800 1000 Watt Kompressorleistung) gestellt werden, um permanent trockene warme Luft sicherzustellen.
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Ursachen von Bauschäden
Unbestreitbare Tatsache ist es, dass Wasser den überwiegenden Prozentsatz aller Bauschäden bedingt.
Die Ursachen, die zu Bauschäden führen, können wie folgt begründet werden:
- fehlende Qualifikation der Baubeteiligten
- mangelnde Sorgfalt in Planung, Kostenermittlung und Ausführung
- Verstöße gegen die anerkannten Regeln der Technik, inkl. Bauphysik und Bauchemie
- unzureichende Bestandspflege der alten Bauten
- unübersehbare Vielfalt an Baustoffen, die sich keinesfalls alle untereinander, insbesondere mit alten Bauwerken vertragen
- unabwendbare Umwelteinflüsse (Naturereignisse) wie Erdbeben, Hochwasser, Orkane, Blitzschlag, ebenso solche unnatürlicher Art wie Brände, Explosionen etc.
- Feuchtigkeitsbeanspruchungen durch Regen, Schnee, Eis und Hagel
- Beanspruchungen durch Wind, Sturm und UV-Strahlen, die zu einer Alterung des Bauwerkes führen (Dach und Fassade)
- mangelhaft geplante und ausgeführte Bauteile
Die Aufschlüsselung der Schadensanteile einzelner Bauteilgruppen ergibt nachstehendes, interessantes und für die Bauaustrocknung wichtiges Bild:
- Außenwände einschl. Außenwandkonstruktionen 32 %
- Dächer 25 %
- Fußböden 17 %
- Fenster 4 %
- Decken 4 %
- Haustechnische Anlagen 4 %
- Sonstige 2 %
1.2 Ursachen von Feuchtigkeits-Schäden
1.2.1 Aufsteigende Feuchtigkeit
Im Kellergeschossbereich steigt die Bodenfeuchtigkeit durch Kapillarwirkung in den Fundamenten und den Mauerwerken hoch, bis Gleichgewicht zwischen dem nachgelieferten und
dem von den Wandoberflächen verdunsteten Wasser besteht. Die Durchfeuchtungshöhe der Wände hängt somit vom Kapillarleitvermögen der Baustoffe, dem Grundwasserspiegel und den darüber liegenden Bodenschichten ab. Das Erscheinungsbild der aufsteigenden Feuchtigkeit ist dabei erkennbar! Im Estrich zeichnen sich Risse ab. Trotz Rissbildung muß es sich dabei nicht immer um aufsteigende Feuchtigkeit handeln. Erst wenn sich im Durchfeuchtungsbereich im Estrich meist rund abgebildete, mit wolkenartigen Rändern versehenen Feuchtstellen bilden und sich weiße Kalkränder in diesem Bereich abzeichnen, ist klar, dass Feuchtigkeit hier kapillar nach oben steigt. Auch im Verlauf der Risse erkennbare Kalkausblühungen deuten auf aufsteigende Feuchtigkeit hin.
Maßnahmen:
Soweit die Fundamente nicht über dem Grundwasserspiegel liegen, ist dieser in der Umgebung des Bauwerkes zu senken. Die Umfassungs- und Innenwände des Gebäudes sind dabei gegen das seitliche Eindringen der Bodenfeuchte und gegen aufsteigende Feuchte durch Sperranstriche auf der Außenseite der Fundamente bzw. des Mauerwerkes sowie durch Sperrschichten zwischen Fundament und Mauerwerk abzusperren. Ausführliche Angaben finden sich in den DIN 4117 Sperrschichten gegen Bodenfeuchtigkeit für Hochbauten, Richtlinien für die Ausführung. In jedem Fall muß nach vollzogener Ursachenbeseitigung eine Austrocknung der weiterhin noch feuchten Kellerwandbereiche durch Verwendung der TTA-Trocknungsaggregate (TTA-Kondenstrockner und TTA- Turbo- Gebläse) vorgenommen werden, um die Räumlichkeiten somit einer kurzfristig möglichen (10 14 Tage) Nutzung übergeben zu können.
Nachstehend einige typische Beispiele, wo trotz vorhandener Feuchtigkeitssperre diese überbrückt wird und zu aufsteigender Feuchtigkeit führt.
Durchschlagende Feuchtigkeit
Man unterscheidet:
- Undichtheiten der Kelleraußenwand
Maßnahmen:
Erfolgen von außen. Freilegen der betroffenen Wandbereiche, Reinigen des Kelleraußenmauerwerkes, Lokalisieren der Schadstellen, Aufbringen eines wasserdichten Mörtels, 3-4maliger Anstrich mit Kontrollschächten in mindestens 2 Eckbereichen.
- Undichtigkeiten im Kellerbereich
Maßnahmen:
Erfolgen von innen. Ein Kellermauerwerk mit o.g. Schaden kann nicht nur von außen mit den entsprechenden Maßnahmen behandelt werden, sondern hier sollte zweckmäßigerweise von innen zusätzlich eine Putzwanne eingebaut werden. Selbsterdend ist auch in diesem Fall eine RTT-Austrocknungsmaßnahme im Nachhinein vorzunehmen.
Bei der durchschlagenden Feuchtigkeit im Hohlkellerbereich ist zu berücksichtigen, dass im Außenwandbereich, etwa ein Stein oberhalb des Estrichs die s.g. untere Horizontalabdichtung verläuft. Diese unterbindet das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem nicht immer wasserdicht ausgebildeten Fundament. Die Baukonstruktionen der letzten Jahrzehnte sahen vor, dass das Kelleraußenmauerwerk auf
auskragenden Fundamentstreifen oder auf Fundamentplatten, die dann ebenfalls leicht auskragen, aufgemauert wurde. Im Zusammenschnitt zwischen aufgehendem Mauerwerk und Fundament müsste man nun außen eine hohlkellerartige Abdichtung vornehmen und hier besonders sorgfältig den Kaltbitumenanstrich bis Unterkante Fundament legen. In Ermangelung dieser Maßnahmen kann das Wasser innen sichtbar unter der Horizontalisolierung nach innen treten. Als Maßnahme ist zu empfehlen: Beginnend von 2 Lagen oberhalb der Horizontalabdichtung bis 10 cm auf den Estrich müssen Mauerwerk und Estrichmöbel von Farbe befreit und aufgeraut werden. Mit einer entsprechenden Dichtungsschlämme folgen der Vorbehandlung mindestens 2-3 Schlammanstriche.
Danach wird ein Kalkmörtel aufgebracht, um auszuschließen, dass es nach der Sanierung Kondenswasserstreifen geben kann. der Einsatz der TTA-Trocknungsaggregate ist auch in diesem Fall unverzichtbar, da die natürliche Austrocknung Jahre in Anspruch nehmen wird.
1.2.2 Fehlende Horizontalabsperrung
Es fehlt eine Mauerlage oberhalb des Fundamentes und ein Stein oberhalb der Decke ein Abdichtungspappstreifen. Fehlende Horizontalabdichtung wird sichtbar durch wolkenartige Ausblühungen und Ränder oberhalb des Kellerestrichs im Kelleraußenmauerwerk. In den oberen Bereichen dieser Feuchtigkeitsränder zeichnen sich dann nach einigen Jahren sehr deutliche Salzkristallisationen ab. Der Putz wird in sich mürbe und blüht ebenfalls stark aus.
Maßnahmen:
- Innen: Einbau einer Putzwanne. Anwendung des TTA - Austrocknungssystems.
- Außen: Herstellung einer nachträglichen Horizontalabsperrung. (mehr über Mauerwerkstrocken-legungssystem)
1.2.3 Platzregen-Durchtritte
(Wasseraufnahme durch Platzregen)
In wind- und regenreichen Gebieten, vor allem in Küstenbereichen, aber auch in besonders exponierten Lagen, ist sehr oft eine mehr oder weniger starke Durchfeuchtung der Wetterseiten durch eindringendes Regenwasser zu beobachten. Dabei kann der Feuchtigkeitsgehalt einer Wand so stark erhöht werden, dass schließlich auf der Wandinnenseite feuchte Stellen auftreten (Feuchtedurchschlag) oder gar die Wand auf ihrer gesamten Fläche durchnässt wird. Besonders empfindlich sind im Hinblick auf die Regendurchlässigkeit die unverputzten Mauerwerke. Hier ist vor allem die
genaue handwerkliche Ausführunng der Lager- und Stoßfugen und der sorgfältige Fugenverstrich entscheidend. Bei solchen Wänden erfolgt häufig der Wasserdurchschnitt entlang der Lagerfugen schon zu einem Zeitpunkt, an dem die Steine selbst erst wenige Zentimeter tief durchfeuchtet sind. Bei verputzten Wänden bestimmt die Wasserdurch-lässigkeit des Außenputzes weitgehend die Durchfeuchtung der Mauer bei Platzregen. Risse im Putz begünstigen den Wasserdurchschnitt. Die Wasserdurchlässigkeit des Außenputzes entscheidet über die Ausdehnung einer Durchfeuchtung ins Wandinnere hinein. Die kapillaren Eigenschaften des Wandmaterials machen sich vor allem in dem Verhalten unmittelbar nach der Bergung und beim Wandaustrocknen bemerkbar. So zeigen Stoffe mit starker Kapillarleitfähigkeit im allgemeinen eine Verlagerung der eingedrungenen Feuchtigkeit ins Wandinnere, während bei Wänden mit Materialien geringer Kapillarleitfähigkeit diese Veranlagung nicht zu beobachten ist.
Maßnahmen:
Außenseitige Bekleidung der Wände durch Schindeln, Bleche, wasserdichte Anstriche etc.. Im Zusammenhang mit den Sanierungsmaßnahmen ist es unbedingt erforderlich, an den Innenputzflächen, die von der Durchfeuchtung gekennzeichnet sind, tangierende Schritte durchzuführen. Mit der Wasserwanderung von außen nach innen werden Salze durch den Baukörper mitgeschleppt, die sich dann am Innenputz zeigen.
Diese Salze sind hygroskopisch und werden bei Kondensatbelastung innen wieder feucht. Somit muß 1 m um die Ausblühungsränder der Putz entfernt und die Fugen ausgekratzt werden. Nach 2-facher Fluatierung (Salpeterfluate) ist ein Zementspritzwurf vorzulegen. Danach bringt man einen 1 cm dicken Sperrputz auf. 4 Stunden später kann auf diese Sperrputzlage eine Kalkputzlage zur Aufnahme der Kondensfeuchtigkeit aufgebracht werden. Die TTA- technische- Austrocknungstechnik kommt selbstverständlich auch hier mit all ihren bekannten Vorzügen voll zum Tragen.
1.2.4 Durchfeuchtungen im Bereich des Fensteranschlages
Sehr häufig werden Durchfeuchtungsmerkmale im Innenbereich von Fensterleibungen und auch an Stürzen festgestellt. Beim Austausch eines Fensters setzt man heute das neue Fenster lediglich ein, befestigt die Zargen und füllt den Zwischenraum Fensterrahmen und Bauteil mit PU-Schäumen aus ´. Nach außen werden diese Schäume dann abgeschnitten und oft mit Dispersionsfarben überstrichen. Schützt man nun solche PU-Schäume nicht ausreichend durch entsprechende Maßnahmen wie überputzen, mit Leisten versehen etc., Können diese Schäume bis zu 60 Vol. % Feuchtigkeit aufnehmen, die dann bei starker Belastung von außen natürlich abgegeben werden muß.
Maßnahmen:
Der Versuch, mit Fugenmassen eine solche Sanierung nachträglich durchzuführen, ist nicht ausreichend. Man muß umfangreich das gesamte Element freilegen und die Voraussetzungen schaffen, dass es nicht von neuem zu Durchfeuchten im unteren Bereich (Estrich) kommen kann. Nur eine nachträgliche Herstellung der fehlenden Horizontalsperrung in Zusammenhang mit umfangreichen Abdichtungsmaßnahmen im Bereich der Fensterrahmen-Konstruktion gewährleistet eine Abdichtung, die für Jahrzehnte Schäden an Glas und Holz der Fenster- und Türelemente ausschließen kann.
1.2.5 Durchfeuchtungen im Bereich der Dachanschlüsse
Insbesondere an Flachdächern kommt es immer wieder vor, dass Feuchtigkeit im Dachanschlussbereich unter die meist viel zu kurz gefasste Abdeckung gelangen und nach innen wandern kann. Sehr häufig wird versäumt, nach Imprägnierungsmaßnahmen an den betreffenden Giebel- oder Wandflächen die zu kurze Abdeckung mit einer Fugenmasse auszufüllen. Nur so kann kein Wasser mehr unter die Abdeckung gelangen.
Maßnahmen:
Das gesamte Deckenanschlussprofil ist zu entfernen und bei dieser Gelegenheit auch die Flachdach-Abdichtung zu überprüfen, damit alle notwendigen Abdichtungsmaßnahmen zusammen vorgenommen werden können. Den Einbau eines neuen Dach- Abschluss- Profiles muß man so vornehmen, dass dieses ausreichend das Außenmauerwerk überdeckt. In solchen kritischen Bereichen sollte zusätzlich zu der verbesserten Dachanschlusskante eine Ausfüllung des Anschlusses erfolgen. Dazu eignen sich hochwertige Fugenmassen wie Polysulfade.
1.2.6 Feuchtigkeitseinflüsse durch schadhafte Balkone
Bei Balkonen, insbesondere denen seit Mitte der sechziger Jahre, stellt man immer wieder fest, dass der größte Teil entgegen der damaligen Normen DIN 4122 keine Horizontalisolierung aufweist. Damit ist auch kein Schutz zum Baukörper selbst gegeben. Verlieren Balkonestriche, Anschlüsse am Baukörper etc. im Laufe der Jahre durch erosionsartige Einflüsse der Witterung ihre Funktion, kann das Wasser inner- und unterhalb der betreffenden Balkone an den Innenputzflächen zu Salzausblühungen und Feuchtigkeitsdurchtritten führen. Darüber hinaus kann ein weiteres Problem dadurch entstehen, dass der Balkon (in der modernen Form ja immer der austragende Teil der betreffenden Stahlbeton-Deckenplatte) keine normengemäße Abdichtung aufweist. die Stahlbetonplatte, auf der immer ein Schutzanstrich liegt, wird durch Witterungseinflüsse das ganze Jahr über erheblich belastet.
Diese Witterungseinflüsse werden nicht vom Mörtel oder Beton abgehalten, sondern dringen im Laufe der Zeit in diesen ein. Im Zusammenhang mit der Alterung des Betons (Karbonatisierungsablauf) verliert die Bewehrung ihren natürlichen Schutz, und es kommt zu Korrosionserscheinungen. Die genannten Feuchtigkeitseinwirkungen sind unter 2-fachem Aspekt kritisch zu bewerten:
Zum einen führen sie immer nach innen und zum anderen im Laufe der Zeit zur sicheren Zerstörung der Kragplatte, wenn nichts unternommen wird. Bei Loggien ergibt sich aufgrund gleicher Konstruktion natürlich ein adäquates Bild.
Es ist zwar immer wieder versucht worden, mit Anstrichen auf verschiedenster Kunststoffbasis nachträglich Balkonabdichtungen durchzuführen, die Praxis lehrt jedoch, daß hier nur vorübergehend ein gewisser Schutz erreicht wird. Die Normen, die auch für Balkonabdichtungen gelten (DIN 18 195) sind von Fachleuten erstellt, die wissen, worauf es ankommt. Einer Mißachtung solcher Normen kann man nur mit einer nachträglich konstruktiven quasi-Erfüllung begegnen. In der Praxis bedeutet das:
Der gesamte Estrich, insbesondere wenn er rissig ist und hohlliegt, muß bis Oberkante Stahlboden-Kragplatte entfernt werden. Zum Baukörper und zu einer eventuell vorhandenen Stahlbeton-Brüstung wird eine Dehnfuge geschaffen, die mit einem Kompri-Band auszufüllen ist. Einer flächigen Abdichtung mit einem lösungsfreien elastischen Kunststoff folgt das Wiedereinbringen des Putzestrichs.
Zweckmäßigerweise wird dafür ein s.g. Sperrmörtel nach DIN 4117 eingesetzt, ein wasserdichter Mörtel der Mörtelgruppe III. Nach Vorlage eines Mörtelbettes lassen sich dann aus einem modifizierten Kunststoffmörtel Fliesen verlegen. Zum Baukörper und zur Stahlbeton-Brüstung wird abschließend eine dauerelastische Fuge gelegt.
Für den Fall, dass aufgrund von Feuchtigkeitseinflüssen durch schadhafte Balkone sich an den Innenputzflächen Salzausblühungen bzw. Feuchtigkeitsdurchtritte zeigen, muß schon während der Ursachenbehebung mit leistungsstarken TTA- Kondensierungsmaschinen für eine Austrocknung der geschädigten Bereiche gesorgt werden.
1.2.7 Durchfeuchtungsschäden an inneren Putzflächen (Salzausblühungen)
Das Erscheinungsbild solcher Feuchtigkeitsschäden, gleichgültig ob sie nun aus einer undichten Verblendungsschale resultieren oder aus Leckagen im Rohrleitungssystem der Wasserversorgung, ist immer das gleiche: Wolkenartige Feuchtigkeitsflecken, die später gelbliche Ränder bekommen. Beseitigt man die Quelle der Feuchtigkeit nicht schnell genug oder verzichtet man gar auf eine TTA-technische Austrocknung, kommt es zu Salzausblühungen im Randbereich.
Schließlich wird der ganze Putz in sich labil, besonders Gipsputz. Solche Feuchtigkeitsbereiche mit Anstrichen zu überziehen oder auch mit neuen Tapeten zu versehen, führt immer wieder zu neuen Feuchtigkeitserscheinungen, weil die eingespannten Salze hygroskopisch sind, d.h. Wasser aufnehmen und so die Außensanierung sinnlos machen. Hier muß umfangreich saniert werden: Mindestens 1 m um die Feuchtigkeitsränder muß der Putz abgeschlagen werden. die Fugen sind auszukratzen, weil sich im Fugenmörtel Salze summieren.
Nach 1-2 maliger Fluatierung der Flächen wird ein Zementspritzbewurf verlegt und dann Kelle für Kelle ein wasserdichter Mörtel aufgebracht, gut verrieben und geglättet und dann wieder aufgebracht. Ein nach 4 Stunden aufgebrachter Kalksandputz dient der Aufnahme der Kondensfeuchtigkeit.
Die Anwendung des TTA- Austrocknungssystems ist selbstverständlich auch bei Durchfeuchtungsschäden an inneren Putzflächen notwendig und gegeben.
1.2.8 Wasserschäden an Estrichflächen
Wasserschäden verschiedenster Art können in alten und neuen Häusern gleichermaßen auftreten. Auslöser sind häufig defekte Schläuche oder Anschlüsse von Geschirrspül- oder Waschmaschinen, übergelaufene Badewannen, Rohrleitungsbrüche, Löschwasser nach Brandschäden, Hochwasser etc., durch die dann Wasser auf den Estrich läuft und in die daruntergelegene Dämmschichtkonstruktion gelangt. Bei Holzbalkendecken ist der Schaden noch umfangreicher, da das anfallende Wasser in den Geschossen durch die Decken dringt und nach kurzer Zeit schon in der Wohnung darunter festgestellt werden kann.
Sowohl in Erdgeschoss- als auch in Kellergeschossbereichen, die zur Wohnbarmachung sehr häufig mit schwimmenden Estrichen ausgestattet sind, können solche Feuchtstellen in erheblichem Umfang auftreten. Es wird immer wieder versucht, nach eingetretenen Wasserschäden, schwimmende Estriche anzubohren oder in den Randbereichen von der Dämmung freizulegen, um durch gute Belüftung der Estriche zu gewährleisten, dass das Wasser im Laufe der Zeit auf natürliche Art und Weise abzieht. Solche von s.g. Fachfirmen immer wieder vorgeschlagenen Maßnahmen sind weder zweckmäßig noch sinnvoll und deshalb strikt abzulehnen. Absolute Austrocknung kann nur mit einem Spezialverfahren (TTA-Hohlraum-Austrocknungssystem) sichergestellt werden. Darauf wird im einzelnen noch sehr ausführlich eingegangen.
Im Bereich der Holzbalkendeckenkonstruktion ist nach Feststellung der Feuchtigkeitsmenge nicht nur eine genaue Prüfung der Putzflächen notwendig, sondern auch der Balkenlager, da es bei solch starken Feuchtigkeitseinflüssen bereits in einem frühen Stadium zu Schwammbildung kommen kann, empfiehlt sich eine sporadische Überprüfung der Holzbalkenkonstruktion einige Monate nach Beseitigung der Feuchtigkeit durch den Einsatz bzw. die Anwendung der TTA-Estrich-Hohlraum-Technik.
1.2.9 Feuchtigkeit durch Kondensation in Wohnhäusern
Feuchteschäden in Wohnungen können ihre Ursache auch in ungenügendem Wärmeschutz der Bauteile und in allzu hoher Luftfeuchtigkeit in den Räumen haben. Durch Einhalten der wärmetechnischen Forderungen der DIN 4108 können in beheizten Räumen bei normalem Wohnbetrieb Schäden durch Tauwasserbildung auf der Innenoberfläche der Bauteile unterbunden werden. Aus diesem Grunde sollten möglichst alle Räume einer Wohnung beheizbar sein und auch beheizt werden, was aber in vielen Fällen nicht gegeben ist. Besonders ungünstig ist die alleinige Beheizung der Küche und die Temperierung der übrigen Räume von der Küche aus, da dann die Küchenluft mit ihrem ohnehin hohen Wasserdampfgehalt in die kalten Räume gelangt und das Wasser auf den Wandflächen, Decken und Möbeln kondensiert und so zu starken Feuchtigkeitsschäden führt.
Vom feuchtetechnischen Standpunkt aus gesehen sind Küchen, Bäder, Schlafräume und auch Räume in Kellergeschossen besonders kritisch zu bewerten, da in diesen Räumen, bedingt durch ihre Benutzung zeitweilig so hohe Luftfeuchten auftreten können, dass eine Tauwasserbildung auf den Oberflächen der Bauteile auch bei weitestgehender Erhöhung ihrer Wärmedämmung nicht vermieden werden kann. Aus diesem Grund
muss in diesen Räumen durch richtige und genügend intensive Lüftung dafür gesorgt werden, dass die anfallenden Feuchtigkeitsmengen entfernt werden. Hier kann der TTA-Haushaltsentfeuchter Flipper wesentlich dazu beitragen, diese Forderung dadurch zu unterstützen, in dem durch die dauerhafte Aufstellung und Inbetriebnahme des o.g. Gerätes die Luftfeuchtigkeit entscheidend gesenkt werden kann. Die Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit ist für sich schon eine erste geeignete Maßnahme zur Erhaltung eines Wohn-Wohlbehagens. Bei einem mittleren Wert von 40-50 % am Tag und mit über 70 % nach einer Nacht kann jegliche Kondensfeuchtigkeit mit oder ohne Schimmelpilzfolge dann ausgeschlossen werden. TTA-Kondenstrockner werden dieser Forderung jederzeit kostengünstig gerecht. Feuchte Räume zu beheizen ist wesentlich aufwendiger als die Inanspruchnahme der TTA- Trockentechnik.
Besonders Feuchteschäden durch Kondensation bieten manchmal ein eigenes Schadensbild. Wasserdampf kondensiert, wenn durch ständige Erhöhung der Luftfeuchtigkeit oder aber durch Absenkung der Temperatur der zutreffende Taupunkt unterschritten wird. Es wird dort besonders Kondensation auftreten, wo einer großen, die Kälte speichernden Baumasse nur eine möglichst geringe, allmählich erwärmte Luftmenge gegenübersteht. Ebenso wird dort viel Wasser ausfallen, wo wärmere und damit absolut feuchtere Luft reichlich an kalten Bauteilen vorbeiströmt.
Der vielfach von Experten gegebenen, in den o.g. Fällen durch Heizen und geregeltes Lüften eine positive Veränderung der Luftzustände und der Temperatur der gefährdeten Bauteile herbeizuführen, möchte TTA nicht grundlegend widersprechen, doch bewähren sich in besonderem Maße einmal mehr die TTA-Trocknungsaggregate bei Feuchtigkeit durch Kondensation in Gebäuden.
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